# Arbeitskollektiv 1

#Arbeitskollektiv 1: peek-a-boo

Roxana Rios, Nathalie Valeska Schüler, Tobia König und Vanessa Amoah Opoku

Der Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler Leipzig e.V. stellt im Rahmen seines Themenjahrs „Arbeitsrealitäten“ 2024 vier Ausstellungsprojekte in seinem 4D Projektort im Tapetenwerk aus.
Unter welchen Bedingungen arbeiten bildende Künstler:innen 2024 in Leipzig? In unserem letzten Themenjahr haben wir bereits zum Verschwinden von angemessenen und bezahlbaren Atelierräumen gearbeitet und vielfältige Perspektiven auf den Arbeitsraum bildender Künstler:innen aufgezeigt. Nun weiten wir den Blick auf die Arbeitssituation für bildende Künstler:innen allgemein. Bildkünstlerische Arbeit findet in den unterschiedlichsten Formen und unter den verschiedensten Bedingungen statt. Immer öfter lässt sich die Tendenz beobachten, dass sich Künstler:innen zu Gruppen zusammenschließen.
So leiten diese Ausstellungsreihe die Fragen: Wie sehen verschiedene Arbeitsrealitäten von bildenden Künstler:innen in Leipzig aktuell aus? Wie kann man den diversen Herausforderungen im Kollektiv, also gemeinsam, begegnen? Was spricht für ein gemeinschaftliches Agieren? Und wie spiegeln sich diese Themen im künstlerischen Schaffen wider?

Unter dem Titel „peek-a-boo“ untersuchen Vanessa Amoah Opoku, Tobia König, Roxana Rios und Nathalie Valeska Schüler Konzepte des Sehens und Ausblendens variabler Blickfelder. „Ich sehe was, was du nicht siehst“ wird hierbei als Frage von Sichtbarkeiten interpretiert. Darüber hinaus ist auch die Auseinandersetzung damit, wessen Themen als relevant anerkannt gelten oder genauer, wem welche Themen zugeschrieben werden, zentraler Inhalt der Arbeiten der ausstellenden Künstler*innen. Wer sieht sich in Verantwortungen, wer hält Deutungshoheiten inne?

Vernissage // 26.04.2024, 18 Uhr
Laufzeit // 27.04. – 06.05.2024

Ort // 4D Projektort des BBK LEIPZIG e.V.,
Tapetenwerk Haus B, Lützner Straße 91, 04177 Leipzig
Öffnungszeiten // Di–Do 10–16 Uhr und nach Vereinbarung

Roxana Rios

Roxana Rios (they/them) *1994 untersucht innerhalb fotografischer,
performativer und installativer Formate den Körper als Konstrukt, Material
und Repräsentant*in innerhalb gesellschaftlicher (An-)Ordnungen. Die Arbeit
versteht sich als Testfeld utopischen Denkens, Sehens und Sprechens, als
Beitrag zu zeitgenössischen, gesellschaftlichen sowie ästhetischen Diskursen.
2017 nahm Roxana ein Doppelstudium an der HGB-Leipzig und der AdBKNürnberg
auf und studierte in den Klassen von Heidi Specker and Juergen
Teller. Nach dem Abschluss an der AdBK, trat Roxana Isabel Lewis‘ Klasse der
Performativen Künste bei, in der they Juli 2023 ein Diplom erhielt.

Vanessa Amoah Opoku

Vanessa Amoah Opoku (she/her) *1992 ist eine interdisziplinäre Künstlerin,
die sich mit Geschichte, Technologie und marginalisierten Erzählungen
innerhalb gemischter Realitäten beschäftigt. In ihrer künstlerischen Praxis
reflektiert sie darüber, wie Allianzen zwischen Kunst, Wissenschaft und
Technologie die Wahrnehmung unserer Welt, der Realität und aller lebenden
Dinge verändern können. Zu ihren bevorzugten Medien gehören 3D-Grafik,
Animation, Skulptur, Photogrammetrie, Sound und künstliche Intelligenz.

Nathalie Valeska Schüler

Nathalie Valeska Schüler (she/her) studierte von 2014 bis 2015 Germanistik,
von 2015 bis 2017 Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. 2018 Nahm sie
das Studium der Fotografie an der HGB Leipzig auf, seit 2020 studiert sie in
der Fachklasse von Heidi Specker. Nathalie arbeitet interdisziplinär, ist
bildhauerisch, fotografisch sowie als DJ und Kuratorin tätig. Ihre
Installationen bearbeiten psychosoziale Fragen der Angst, Scham und
anderer aversiver Zustände.

Tobia König

Tobia König (they/them) ist 1986 geboren und in Leipzig aufgewachsen. Das
Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hat they 2018
mit dem Diplom in Malerei/Grafik abgeschlossen. Die ersten akademischen
Erfahrungen sammelte Tobia jedoch 2007 bis 2011 beim Studium der
Politikwissenschaften in Frankreich. Heute lebt they als freischaffende
Künstlerin in their Heimatstadt. Ölmalerei und Ölkreidezeichnungen
bestimmen Tobia Königs Werk, wobei die Risografie in Form künstlerischer
Druckgrafik immerwieder im Zentrum des Schaffens steht.