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LÄNDERWECHSEL

Zeitgenössische Kunst
im Ausstellungsaustausch
in Merseburg

Domgalerie
Kunststiftung ben zi bena
Schlossgartensalon

11.05. - 20.06. 2010

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

2006

Länderwechsel

Teilnehmende Künstler

Harald Alff, Karl Anton, Hans Bagehorn, Heinke Binder, Simone Böhm, Gunter Böttger, Roland Borchers, Alexander Boyko, Johannes Burkhardt, Ingo Duderstedt, René Dünki, Marianne Eggimann, Philip Fritzsche, Dietrich Gnüchtel, Ute Haring, Ute Hartwig-Schulz, Wolfgang Henne, Thomas Henniges, Renate Herfurth, Madeleine Heublein, Lutz Hirschmann, Siegfried Höfer, Günter Horlbeck, Irmgard Horlbeck-Kappler, Elisabeth Howey, Hans-Peter Hund, Günther Huniat, Daniela Hussel, Ivan Kavtea, Jakow Kerzhner, Irene Kiele, Hartmut Klopsch, Maria Köhler, Caroline Kober, Franziska Möbius, Gerald Müller-Simon, Karin Pietschnmann, Milena Popova, Sandro Porcu, Sabine Prietzel, Jürgen Raiber, Dirk Richter , Vicky Ritter, Tobias Rost, Ingolf Schelhorn, Gil Schlesinger, Karl-Heinz Schmidt, Mario Schott, Marita Schulz, Jürgen Strege, Olaf Teichmann, Susanne Werdin, Christiane Werner, Gerhard Wichler, Karin Wieckhorst, Hael Yxxs, Simone Zeidler , Paul Zimmermann, Constanze Zorn

Informationen zur Ausstellung

Der Austausch zwischen unterschiedlichen Regionen in Deutschlandzielt darauf ab, neue Impulse zu setzen und das Netzwerksowohl zwischen den kulturellen Institutionen als auch denjeweils beteiligten KünstlerInnen zu stärken. Gleichzeitig wirdden BesucherInnen ein umfassender Einblick in die Kunstszenenanderer Bundesländer gewährt.

Basierend auf diesen Zielen, haben nun der BerufsverbandBildender Künstler Sachsen-Anhalt e. V., der Bund BildenderKünstler Leipzig e.V. und die Stadt Merseburg das Projekt„Länderwechsel“ konzipiert.

59 Künstlerinnen und Künstler aus der Stadt und der RegionLeipzig zeigen in einer repräsentativen Werkschau vom 11. Maibis 20. Juni 2010 aktuelle Arbeiten aus den Bereichen Malerei,Grafik, Zeichnung, Fotografie, Plastik und Installation. Die Präsentationder Exponate erstreckt sich auf das großzügige Arealvon Schlossgartensalon und Schlosspark, Galerie ben zi benaund Domgalerie (Tiefer Keller). Die Gäste erhalten damit auchGelegenheit, den Besuch in den Galerien mit einem ansprechendenkleinen Rundgang durch die Merseburger Altstadt zuverknüpfen.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des
Kultusministers Sachsen-Anhalt, Herrn Prof. Jan-Hendrik Olbertz,
und des Oberbürgermeisters der Stadt Merseburg, Herrn Jens Bühligen.

Grußworte zur Kunstausstellung
„Länderwechsel. Zeitgenössische Kunst
im Ausstellungsaustausch.
Leipziger Künstler in Merseburg“

Als sich vor zwei Jahren aus Anlass des 12. Sachsen-Anhalt-Tages2008 der Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt inder Dom- und Hochschulstadt Merseburg präsentierte, erfuhrdies eine so positive Resonanz, dass die Künstler, das Land unddie Stadt ein solches Vorhaben ein weiteres Mal angehen.Ein großer Dank gebührt dem Berufsverband Bildender KünstlerSachsen-Anhalt, der den Gedanken dahingehend weiterentwickelte,aus einer Ausstellung von Künstlern des Landes eineAusstellung von Künstlern für das Land zu gestalten. So sinderstmals Gäste aus einem anderen Bundesland eingeladen, ihreKunstwerke auszustellen, und zugleich haben sie die Gegeneinladung ausgesprochen, dass sachsen-anhaltische Künstler ihreArbeiten in der Galerie VORORTOST Leipzig zeigen können.In einzigartiger Weise ergänzt dieses Vorhaben die Bemühungendes Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Merseburg, besondereMöglichkeiten für den künstlerischen und kulturellen Austauschzu erschließen. Zugleich wird dem mit der Landesinitiative „InternationaleBauausstellung Sachsen-Anhalt iba 2010“ begonneneStadtumbau ein nicht geplanter Mosaikstein in Merseburghinzugefügt, denn Bürger und ihre Gäste haben die Möglichkeit,in herausragender touristischer Lage zeitgenössisches Kunstschaffenzu erleben.

Bewusst haben die Ausstellungsveranstalter darauf geachtet,dass diese Aktivität sich mit weiteren Anlässen wie dem „Tag derGartenträume“ am 12. Juni oder dem 42. Merseburger Schlossfestvom 18. bis 20. Juni vernetzt. Ihnen sei dafür, aber vor allemfür ihr großes Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung,recht herzlich gedankt. Gleicher Dank gilt den ideellen undmateriellen Zuwendungsgebern. Ohne dieses Bekenntnis zumgegenwärtigen Kunstschaffen ist eine solche Veranstaltung nichtdurchführbar und nicht zukunftsfähig.

Wir wünschen der Ausstellung viele Besucher und interessanteBegegnungen mit den ausgewählten Arbeiten zeitgenössischerKunst Leipziger Künstlerinnen und Künstler des Bundes BildenderKünstler Leipzig e.V. im „Länderwechsel“.

Prof. Jan-Hendrik Olbertz
Kultusminister
des Landes Sachsen-Anhalt

Jens Bühligen
Oberbürgermeister
der Stadt Merseburg

Susanne Werdin

Festrede zur Eröffnung der Ausstellung „Länderwechsel“ in Merseburg am 11. Mai 2010

„Wir sind aufrichtige Langschläfer und haben ein Faible für Sonne.“

Liebe Sachsen-Anhaltinerinnen und Sachsen-Anhaltiner,
kann das gut gehen: Gäste aus dem gemütlichen Sachsen im Land der Frühaufsteher?

Ich habe einen Künstler aus Sachsen zitiert. Und Sie? Sie zitieren gleich 59 Künstlerinnen und Künstler aus dem Nachbarbundesland hierher in die Domstadt Merseburg. Natürlich: Sie zitieren uns nicht hierher, sondern Sie haben uns eingeladen. Und wir sind froh, dass wir so spät kommen dürfen. Aber ich glaube, wir wären sogar früh gekommen, um diese großartige Einladung annehmen zu können.
Der Richtigkeit halber muss ich natürlich hinzufügen, dass es auch unter uns Sachsen einige Frühaufsteherinnen und Frühaufsteher gibt – von den hier versammelten Künstlern sind es vielleicht sogar 58. Und ich wette mit Ihnen, dass es unter den Sachsen-Anhaltinern auch einige Spätaufsteher gibt – und natürlich auch unter den Sachsen-Anhaltinerinnen einige Spätaufsteherinnen. (Ich werde die Frauen und Männer jetzt nicht jedesmal extra nennen, sondern sie der Einfachheit halber in der männlichen Bezeichnung zusammenfassen.)

Wie dem auch sei: Nichts lässt sich pauschalisieren. Nicht einmal das Künstlertum und schon gar nicht Kunst. Jede ist anders – das ist ihre Gemeinsamkeit: ihre Andersartigkeit. Und davon möchte ich sprechen: von dem, was allem, was hier zu sehen ist, gemein ist und was doch jedes anders macht. Ich werde also pauschalisieren, was nicht zu pauschalisieren ist: nämlich das, was uns bewegt, doch jeden in eine andere Richtung. Und das werde ich tun nicht als Kunstwissenschaftlerin, die ich nicht bin und auch nicht als Beteiligte dieser Ausstellung, (die ich bin), sondern als Eine unter Anderen.

Lassen Sie mich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Aus dem Tuschkästchen, in das verschiedenste Pinsel hineinlangen – übrigens nicht nur feine Pinsel, sondern auch Besen, alte Krücken und sogar Stifte - um sich das zu holen, was sie brauchen: Farbe. Zum Bekennen. Denn darum geht es! Es geht um ein Bekenntnis zu dem, was man hat. (Und vielleicht auch: kann.) Zu dem, was man in den Händen hält und was man mit seinen Händen anstellt, das heißt, wie und worum man handelt. Das heißt, einerseits zu dem, was einem – nämlich in die Hand - gegeben ist und andererseits zu dem, was man sich – wie auch immer - erarbeitet hat. Ein Bekenntnis zu dem, was man in den Händen hält und: von dem man gehalten wird. Und für den, der sich über das, was er hat und von dem er gehalten wird, identifiziert - der also das ist, was er hat und was ihn hält – ist das Bekenntnis ein Bekenntnis zur eigenen Person und seiner Zugehörigkeit. [...] den gesamten Text lesen ...

Ausgewählte Arbeiten


Sandro Porcu, „Trikick“, Am 19. Juni findet das Dreiländerspiel in Kirschau bei Bautzen statt.


Christiane Werner, „Im Wald“ 2008, Tusche, 74 x 115 cm


Sabine Prietzel, „Fensterblick“ 2008, Videostill, digital bearbeitet, Inkjetdruck auf Leinwand, 30 x 22 cm


Karin Pietschmann, „Lineatur“ 2009, Kaltnadelradierung, 70 x 70 cm


Günther Huniat, „Die junge Marfa (JB)“ 2009, Istrischer Marmor, Höhe 40 cm


Hans-Peter Hund, „Landschaft bei Todi (Umbrien)“ 2003, Aquarell, 10,5 x 14,8 cm


Philipp Fritzsche, „Globenbank“ 2009, 200 x 42 x 75 cm, lackierte Metallbank, 5 montierte Globen (beleuchtet 220 Volt)


Hartmut Klopsch, "Traum und Absturz" 2007, Bronze, 47 cm


Ute Haring, „Pink Helmet“ 2008, Öl/Leinwand, 90 x 90 cm


Karl-Heinz Schmidt, „Null Chance“ 2003, Acryl, 78 x 103 cm

Bilder der Ausstellungseröffnung

Öffnungszeiten der Ausstellung

Domgalerie
Tiefer Keller 3, 06217 Merseburg
Tel. 03461/28 90 40
Di - Fr 9 - 18 Uhr
Sa 10 - 14 Uhr
Kunststiftung ben zi bena
Domplatz 3, 06217 Merseburg
Tel. 03461/82 49 46
täglich 10 - 20 Uhr
Schlossgartensalon
Mühlberg 1 a, 06217 Merseburg
Tel. 03461 24 89 263
Di - So 13 - 18 Uhr

Pressestimmen


Mitteldeutsche Zeitung vom 5.5.2010
Text online


Mitteldeutsche Zeitung vom 9.5.2010


Mitteldeutsche Zeitung


Mitteldeutsche Zeitung vom 11.5.2010
Text online

Für die Unterstützung des Ausstellungsprojekts danken wir folgenden Regierungsstellen, Institutionen und Firmen:

• Land Sachsen-Anhalt

• Stadt Merseburg
• Berufsverband Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V.
• Bund Bildender Künstler Leipzig e.V.
• Domgalerie Merseburg
• Kunststiftung ben zi bena Merseburg
• ARS Anlagen und Rohrsysteme Betriebsführung & Service GmbH

• Dow Olefinverbund GmbH
• Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt

• Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt

• Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH

• Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut eG

• stm bau Merseburg