Einladungskarte

Fliegendes Atelier / Bewegung Kunst in Leipzig

Ein Projekt des Bundes Bildender Künstler Leipzig e.V.

Projektleitung: Britta Schulze

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Fliegendes Atelier / Bewegung Kunst

Gefördert durch:

Das „Fliegende Atelier“

Ein Projekt des Bundes Bildender Künstler Leipzig e.V.

Das Projekt Fliegendes Atelier möchte in erster Linie zur kulturellen und sozialen Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beitragen.

Das Projekt ist über einen langen und nachhaltigen Zeitraum entwickelt und vereint verschiedene Teilprojekte, wie z. B. Workshops oder einzelne Veranstaltungen. In Zusammenarbeit mit bildenden Künstler/innen sollen Kinder, Jugendliche und jugendliche Erwachsene Kunstprojekte entwickeln, durchführen und die Ergebnisse anschließend in unterschiedlichen Präsentationsformen wie Ausstellungen, Webseiten, Radiosendungen etc. präsentieren.

Die Künstler/innen entwickeln interdisziplinäre und fachübergreifende Projektideen als Grundlage für die Realisierung mit der Zielgruppe. Die Arbeit setzt dort ein, wo herkömmliche Angebote und Methoden nicht genügend greifen. Mit dem Projekt des Fliegenden Ateliers sollen Künstler/innen dieses Potential nutzbar machen und als Vermittler zwischen den verschiedenen Genres der Kunst und klassischen Bildungsformen fungieren. Es ermöglicht damit erste – und bedingt durch die langfristig angelegten Einzelprojekte – nachhaltige Zugänge zu Kunst und Kultur als existentielle Grundlage einer intakten Gesellschaft. Damit trüge das Projekt nicht zuletzt auch zur Stärkung der individuellen Persönlichkeit bei.

Der Name Fliegendes Atelier bezieht sich dabei einerseits auf die Flexibilität der Projekt-Initiatoren (Ort, Zeit, Materialien, verschiedene Arbeitsmethoden, Genre etc.) und andererseits auf die Einbindung des Potentials bildender Kunst bzw. bildender Künstler/innen.

Das Projekt ist in verschiedener Hinsicht einmalig. Zum einen sollen mit dem Fliegenden Atelier Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erreicht werden, die in der Regel keinen Zugang und/oder nicht die Möglichkeit des Zugangs zur künstlerischen Auseinandersetzung haben. Zum anderen versuchen wir durch die Bezugnahme auf die örtlichen Gegebenheiten bzw. die Entwicklung strukturell ergänzender Angebote, mit dem Projekt gesellschaftliche Defizite für die Zielgruppe auszugleichen. Wir wollen keine zusätzlichen Angebote im tradierten Sinne schaffen, sondern jugendgemäße Projekte und Formate mit der Zielgruppe gemeinsam entwickeln. Die Projekte stehen damit nicht in Konkurrenz zu bereits bestehenden Angeboten. Und genau hier greift das Konzept des Fliegenden Ateliers in besonderer Weise. Wir möchten sie auf einer anderen Ebene erreichen, ihnen die Möglichkeit geben, selbst Dinge zu schaffen und damit zur Anerkennung ihrer Persönlichkeit beitragen.

Die besondere Zielgruppe:
Die Zusammenarbeit mit entsprechenden Einrichtungen und Künstler/innen vor Ort ist in diesem Projekt ein zentrales Anliegen. Um unsere Zielgruppe zu erreichen und ihnen Identifikations-strukturen zu bieten, ist die Umsetzung vor Ort notwendig. Vor allem Jungen finden schwerer Zugang zu den Angeboten der kulturellen und künstlerischen Bildung und können in den klassischen Bildungsstrukturen kaum intrinsische Motivation entwickeln. Speziell für die Jungen im ländlichen und städtischen Raum sollen entsprechende Angebote entwickelt werden. Denkbar wären hier interaktive Workshops, spartenübergreifende Angebote, aber auch Bildhauerkurse oder Metallgestaltung o.ä.

In ländlicheren Gebieten und in bildungsferneren Milieus besteht die Gefahr der Perspektivlosigkeit und Abdriftung in nationalsozialistische oder andere extreme Milieus. Hier wollen wir ansetzen und nachhaltig Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen andere Perspektiven aufzeigen, Interesse wecken und Toleranz vermitteln. Es geht darum, einen Schaffensprozess erleben zu lassen und ihnen entsprechende Anerkennung zu geben, um damit die Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Außerdem ist es sehr wichtig für die Zielgruppe, die Projektteilnahme kostenlos anzubieten.

Projekt-Initiatoren:
Dieses Projekt vermittelt die Profession und die andere Wahrnehmung der bildenden Künstler/innen auf die Gesellschaft für die nachwachsende Generation.
Bildende Kunst trägt wesentlich und vor allem nonverbal zur kulturellen Bildung von Kindern, Jugendlichen und jugendlichen Erwachsenen bei und bietet einen einzigartigen Zugang zur Welt und zur Ergebnis orientierten Schaffung eines Produkts. Dementsprechend sind bildende Künstler/innen als Workshop- oder Kursleiter auch in besonderer Weise befähigt, diesen Zugang zu vermitteln. Sie sind hochqualifizierte Spezialisten auf ihrem Gebiet und im Umgang mit einem Schaffensprozess.

Portfolio

Das fliegende Atelier 2012 - Teilnehmer & ihre Einzelprojekte

Workshops von/mit bildenden Künstler/innen mit Kindern, Jugendlichen und jugendlichen Erwachsenen. Ein Projekt des Bundes Bildender Künstler Leipzig e. V. im Rahmen der bundesweiten Initiative des BBK „Bewegung Kunst “

Das Projekt wird vom Kulturraum 03 und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert.

Teilnehmende Künstler/innen:

01. Gabriele & Wolfgang Thibault / Die 4 Elemente im Einklang / Oschatz
02. Klaus Arweiler / Weltraum – Traumwelt / Wermsdorf
03. Wolfram Boden / Das Mt. Everest Spiel / Colditz
04. Frank Brinkmann / Essen – Trinken – Tischkultur / Grimma & Wurzen
05. Christine Herold-Knapp / Ich und meine Familie / Markleeberg & Umgebung
06. Karl Anton / Ich sehe was, was du nicht siehst und das sieht mir ganz schön ähnlich / Leipzig
07. Irene Beyer-Stange / ALLERHAND / Naunhof
08. Robert Schiller & Elisabeth Schiller-Witzmann / Explosion – (m)Macht – Kunst / Leipzig
09. Christiane Werner / Kunst im Kontext / Leipzig
10. Heinke Binder / Mille fiori / Ochsensaal
11. Laila Sahrai / Selbstvertrauen und Gewaltprävention durch Kunst / Leipzig
12. Anne Stolmár / Bellissima! Seh ich gut aus? / Leipzig

Digitale Dokumentation

Pressemeldung

Plakat

siehe auch: Bewegung Kunst

Pressestimmen


Janett Petermann in Oschatzer Allgemeine Zeitung vom 8.9.2012, Foto: Sven Bartsch


LVZ Muldentalausgabe vom 9.10.2012


LVZ Muldentalausgabe vom 25.10.2012