ES IST AN DER ZEIT

Jörn Lies
Richard Paul Mészáros
Sebastian Pless
Oliver Stäudlin
Kay Zimmermann

24. Oktober bis 30. November 2013

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ES IST AN DER ZEIT

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Es ist an der Zeit

Pressemitteilung

Eine Antwort auf diesen viel versprechenden Titel, der unweigerlich die Frage aufwirft, was an der Zeit ist, werden in der kommenden Ausstellung im Projektort 4D die Arbeiten von fünf jungen Künstlern des Bundes Bildender Künstler Leipzig e. V. versuchen zu geben. Die von Sebastian Kiss organisierte Ausstellung zeigt sowohl druckgrafische, fotografische, malerische als auch plastische Positionen. Während Kay Zimmermann als ein Vertreter der Fotografie in dieser Ausstellung mit seinen Wassermotiven die „Kunst des Lichtbildes“ klassisch definiert und klar abgrenzt, bewegen sich die Arbeiten des 1976 in Berlin geborenen Jörn Lies an der Grenze von object trouvé und appropriation art. Mittels überwiegend gefundener Fotografien betrachtet Lies durch Reflektion und Selbstreflektion das Zeitgeschehen und die historischen Zusammenhänge und untersucht, was passiert, wenn unreflektiert die Wirkung und Bedeutung menschlicher Handlungen nicht bedacht und hinterfragt werden. Die politischste Position dieser fünf verschiedenen Welt- und Zeitanschauungen nehmen in dieser Ausstellung sicherlich die Arbeiten des 1984 in Nordhausen geborenen Richard Paul Mészáros ein. Der in Ungarn aufgewachsene Künstler zeigt unikate Holzschnitte auf Lindenholzreliefs aus der Serie „UNGARNS ORBAN DIKTATUR“. Mittels ausgeklügelter Bildsprache und Symbolik stellt Mészáros die aktuellen politischen Geschehnisse und Umstände teils feinsinnig, einstweilen aber auch radikal an den Pranger.
Nicht zuletzt bringt Oliver Stäudlin mit seinen großformatigen Arbeiten düsterer romantischer Industriekonstrukte zwar eine malerische Komponente mit ins Geschehen, allerdings bewegt er sich bei der aufwendigen Schaffung seiner Arbeiten auf technischer Ebene auch im druckgrafischen Bereich. Sebastian Pless füllt schließlich die Ausstellung im neuen Galerieraum mit seinen Skulpturen. Entgegen den Erwartungen sind seine 2013 geschaffenen und in der Ausstellung präsenten Arbeiten nicht aus Holz. Unter der Verwendung nicht lebendiger Werkstoffe und Materialien schließt Pless, zumindest auf materieller Ebene, den Kreis dieser fünf überwiegend morbiden, einstweilen schaurig anmutenden Zeitanschauungen.
Die Laudatio zu dieser Ausstellung hält die Kunsthistorikerin Sabine Aichele-Elsner. (Galerie ARTAe)

Laudatio

Ausgewählte Eindrücke


Jörn Lies


Richard Paul Mészáros


Sebastian Pless


Oliver Stäudlin


Kay Zimmermann