Einladungskarte

Stephan Voigtländer
(1965 - 2011)

Skulpturen und Zeichnungen
08.01. – 26.02.2012

art-Kapella Schkeuditz, Teichstraße 7, 04435 Schkeuditz
Öffnungszeiten:
Sa. und So. 13 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung

Stephan Voigtländer (1965 - 2011)

Stephan Voigtländer in der art-Kapella Schkeuditz

Viele KünstlerkollegInnen, Studienfreunde und Weggefährten waren am Sonntagnachmittag in die art-Kapella Schkeuditz gekommen, um der Vernissage zur Ausstellung „Stephan Voigtländer (1985-2011) Skulpturen und Zeichnungen“ beizuwohnen. Einerseits, um Stephan Voigtländers Arbeit zu ehren und andererseits, um die Betroffenheit über seinen frühen Tod zu teilen.

Die Ausstellung zeigt Skulpturen von Tieren und Menschen zwischen 1990 und 2010. Zu sehen ist Vollendendes wie Begonnenes und will man es beschreiben, dann wirken seine Arbeiten skurril, liebevoll, sarkastisch und in jedem Fall unmittelbar auf den Betrachter.

Stephan Voigtländer, 1965 in Greifswald geboren, kam über einige Stationen - wie die Facharbeiterausbildung für Holzverarbeitung (mit Abitur), die Arbeit als Restaurator und eine Steinmetzlehre - zum Studium der Bildhauerei an die Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle, zu Prof. Bernd Göbel. Nach seinem Diplom 2000 war er noch zwei Jahre Meisterschüler bei ihm.
Mit seiner Familie lebte er in Leipzig und seit 2000 arbeitete er hier als freischaffender Künstler. Stephan Voigtländer verstarb im vergangenen Jahr im Alter von nur 46 Jahren.

Zur Eröffnung verlas Heinke Binder, Bildhauerin und Vorsitzende des Bund Bildender Künstler Leipzig e.V., einen Text von Prof. Bernd Göbel. Es sind Gedanken seines Lehrers und Mentors für Stephan Voigtländer:
„... Schon früh ist er ein experimentierfreudiger Arbeiter. Immer in Bewegung, alles wird hinterfragt. Aufdringlichkeit kennt er nicht, aber stets ist er direkt und beharrlich. Tief in ihm war schon damals ein besonders ausgeprägtes soziales Gewissen, gewissermaßen ein Urtrieb für seine Kunstwelt. … Ein kurzer Abriss der Kunstwelt Stephan Voigtländers mag erahnen lassen, dass es Arbeiten eines die Welt intensiv und kritisch betrachtenden, eher diese Welt durchforschenden Bildhauers sind. Dies geschieht mit selbstzerstörerischer Anteilnahme, es ist vorstellbar, dass man seine Arbeiten zum Teil als Einsichten in eine Endzeit einordnen kann, die er selbst besonders empfunden haben mag, eine Gegenwart, die in der ihr gemäßen Beschleunigung und Überzogenheit nur Bilder ebensolcher Ausstrahlung ermöglichte. Es gibt nichts Angepasstes, Belangloses, nichts Dekoratives, es sind außergewöhnliche Arbeiten eines außergewöhnlichen Künstlers.“

Die musikalische Begleitung der Eröffnung durch Doris und Hans-Peter Linde am Violoncello mit eigenen Arrangements bekannter und vertrauter Kompositionen gab der Veranstaltung einen würdigen Rahmen.

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